Ein Tag im Leben eines Chemtrail-Sprühmarshals

Mittwoch. Ich werde meinen Flug mit AB6110 von München nach Köln nutzen, um meiner staatlichen Zusatzaufgabe als Sprüh-Marshal nachzukommen. Man muss die Besatzungen ja immer kontrollieren, diese Schisser, sonst stellen sie heimlich die Sprühdüsen ab. Wie früher im Kommunismus, als die Bauern die Äcker der Kolchosen nicht richtig gepflügt und statt dessen lieber gesoffen haben. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!

06:13 Einsteigen. Ich halte meine Handykamera zur Dokumentation bereit.

06:21 Am Flugzeug nebenan kontrolliert jemand die Sprühdüsen. Es nieselt nur leicht – Zeit für Nachschub.

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06:37 Wie man hier gut sieht, rotzt auch mein Flugzeug (B737-700) kräftig raus. Da geht aber noch mehr, Herr Kapitän. Wir wissen, wo Sie wohnen und wo Ihre Kinder zur Schule gehen.

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06:48 Klarer blauer Himmel. Geht ja gar nicht. Aber Hilfe naht, ca. 4000 Fuß höher. Der sprüht offenbar schon die neuen, transparenten Trails. Saubere Arbeit, Jungs!

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06:54 In den Tälern hängen nur noch Reste von letzter Nacht. Das war wohl zu wenig.

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07:02 Südlich und westlich von Frankfurt haben die Kollegen heute früh schon die halbe Wochenration für Südhessen ausgebracht. Die 1109 Tonnen waren innerhalb einer Stunde raus, davon 160 Tonnen über Hofheim am Taunus (Spezialbehandlung, und ein kleines Goodie für die ortsansässigen Atemschutzmasken-Händler). Beteiligt waren 330 Flugzeuge von Lufthansa, Air Berlin, Ryanair und einige als Air China und Emirates getarnte CIA-Maschinen — die mit den großen externen Sprühtanks, damit die Passagiere in den voll besetzten Flugzeugen (siehe Passagierlisten online) nichts merken. 4-6 Tonnen, mehr kann so ein Airliner ja nicht zusätzlich laden, sonst merken es die Controller bei den Fluggesellschaften. Darf ja keiner von wissen. Aber was sein muss, muss sein. Das wird ein Spaß, wenn ich heute abend in Darmstadt im Westwald 10 km laufen gehe. Überall die glitzernden Nanopartikel, und es soll noch den ganzen Tag regnen!

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07:08 Im Westerwald haben sie sicherheitshalber zwei Schichten übereinander gesprüht, damit die Sonne nicht raus kommt und die Erdbeer-Ernte in jedem Fall kaputt geht. Nehmt das, Ihr Loser!

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07:09 Scheiße. Das hat nicht gereicht. Amateure.

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07:13 Der Pilot berichtet im Landeanflug stolz von 47 unerklärlichen Todesfällen, und wie wichtig unser heutiger Beitrag zum Erhalt eines gesunden Genpools ist. Er fährt schon mal die Sprühtanks für die anstehende Neubetankung aus, damit es nachher schneller geht. Guter Mann. Füge meinem Tagesbericht einen positiven Beurteilungsbeitrag hinzu. Neben mir hustet ein anderer Passagier. Weichei. (Aber gut, dass wir damals drauf gedrängt haben, die Luftfilter auszubauen — seitdem wird die Außenluft ungefiltert ins Innere des Flugzeugs geleitet. Lobbyarbeit zahlt sich doch aus!)

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07:18 Landung in Köln/Bonn. Da drüben steht der Spezial-A340 der Bundesregierung, der 2014 komplett zum Sprühflugzeug umgebaut wurde. Das ist die Maschine, die Angela Merkel mal besichtigt hat mit den Sprühtanks. Beweisfotos davon müssten ja bekannt sein (googelt einfach mal richtig!). „Kanzlermaschine“, LOL.

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07:22 Oh Mist, bei der Germanwings steht ein Sani. Da hat wohl jemand was von dem sauteuren Zeug verschüttet. Das gibt ne gesalzene Rechnung an die Familie. Wofür haben die schließlich eine Sterbegeldversicherung.

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07:28 Da kommt der Nachschub. (Update: Oh, da sind ja Orbs auf dem Bild! Wie schön!)

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07:39 Alles gut gelaufen. Tagesbericht abgeliefert. Die Kollegen haben gute Arbeit geleistet. Nach dem bißchen Regen gestern rund um Frankfurt musste ja unbedingt nachgesprüht werden.

Nur mit diesen neuartigen „Sprühtoiletten“ komme ich immer noch nicht zurecht. Die rauben mir den letzten Nerv. Aber ich muss von den Anti-Chemtrail-Tabletten immer so furchtbar pinkeln. Das geht total auf die Prostata.

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07:46 Ankunft in Terminal 2. Jede Menge zahlende Fluggäste. Ohne die wäre das alles ja gar nicht möglich. Daher auch die horrenden Flugpreise. Hey, ich hab heute morgen 82 Euro nochwas gezahlt! Vor der Tür jede Menge Chemtaxis. Schon mal überlegt, wieso die meistens von syrischen Flüchtlingen gefahren werden? Die haben wenigstens noch eine anständige DNA, nicht wie diese verweichlichten Deutschen, deren Bundestrainer sich live im Fernsehen am Sack kratzt! Ich mein‘, hallo? Die bekämen von den russischen Fans sowas von aufs Maul!

07:48 Da drüben steht auch der Kotzbomber mit der Aufschrift „ZERO-G“. Die machen damit irgend so’n Wissenschaftskram. „Verhalten von Aluminium-Feinstäuben in der Schwerelosigkeit“, hab ich neulich einen Film gesehen irgendwo auf YouTube. Eigentlich zum Kotzen, deswegen heißt der Flieger auch so.

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08:15 So, jetzt mit dem Firmenshuttle zur Arbeit. Schließlich bin ich „Cloud-Architekt“ bei der Telekom!

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09:11 Ankunft in der Firmenzentrale. Ich gehe vom Shuttlebus ins Firmengebäude und nehme noch einen kräftigen Atemzug. Es nieselt leicht.

09:20 Ich muss mich beeilen. Die Veranstaltung beginnt. Thema: „Telekom im Wandel der Zeiten – staatliche Wetterkontrolle als hoheitlicher Zusatzauftrag“. Etwa 150 Teilnehmer im Hauptsaal, viele aus den verschiedenen „Cloud“-Geschäftseinheiten. Die Überwachungskameras laufen. Die Leute von der Konzernsicherheit und vom „Datenschutz“ sind auch da. Es werden neue „Dimmer Skies“-Koordinatoren für einige Bereiche ernannt. Eines der Hauptthemen ist die neue EU-Dimmer-Skies-Grundverordnung (DSGVO), die im Mai 2016 in Kraft trat und im Mai 2018 in nationales Recht überführt sein und angewendet werden muss. Hurra!

Unbenannt

NATHAN wäre begeistert.

(Nachtrag: Um irgendwelchen Ideen von Leuten mit Besenstiel im Hintern vorzubeugen: Die Deutsche Telekom AG hat mit „Chemtrails“ oder „staatlicher Wetterkontrolle“ selbstverständlich nichts zu tun. Teilen dieses Beitrages oder seiner Bestandteile in Chemtrails- und anderen Foren ist trotzdem ausdrücklich erwünscht. Man kann schließlich nicht wissen, ob es Chemtrails-Sprühmarshals nicht wirklich gibt.)

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2 Gedanken zu “Ein Tag im Leben eines Chemtrail-Sprühmarshals

  1. Neben PokemonGo beobachten momentan tausende begeisterte Bürger mit diversen Flightradar-Apps den Himmel! Weil das so interessant ist, haben Umweltschützer gerne einen Notar dabei. Whistleblower aus den Reihen der #Planespotter haben die Umweltschützer auf diese einfache Art der Himmelsüberwachung aufmerksam gemacht. Persistente Kondensstreifen über der Rummelsburger Bucht? Gerät defekt? Auf 1535 m Flughöhe? Kann niemals sein. Mit anderen Apps gegengeprüft – doch 1535 m – kilometerlang. Schnell mit den zeitnahen Wettersondendaten auf dieser Höhe abgeglichen: Plus 7 Grad bei 30 % RELH. Und schon beginnt der „Kondensstreifen“ enorm zu re-kondensieren in knochentrockener Luft. Wahnsinn was heute alles geht!

    Vom Notar bestätigen lassen (der hat sogar ein LIDAR dabei) und ab zum internationalen Rechercheteam nach Haifa!

  2. Pingback: Ein Tag im Leben eines Chemtrail-Sprühmarshals | Manfred O.

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