Von 101 auf 77 in 4 1/2 Monaten – Vorüberlegungen

Von Anfang April bis Mitte August 2012 habe ich 24 Kilogramm abgenommen. Viele Kollegen und Freunde (auch solche, die das auch vertragen könnten 😉 haben mich gefragt, wie ich das gemacht habe, also dachte ich mir, ich schreibe das mal zusammen. Hier werden also in loser Folge immer mal Episoden aus der Zeit seit Anfang 2012 auftauchen, so gut ich sie aus dem Gedächtnis rekonstruieren kann. Ja, ich hätte das gleich als eine Art Tagebuch führen sollen. Ich habe es aber nicht gemacht. Vielleicht hat das den Vorteil, dass es hier jetzt nicht so viel Blabla geben wird.

Sorry for all you non-German speakers out there. These articles will be written in German. Google Translate, for example, is usually not _that_ bad in translating things. If unsure, send me a personal mail, and I will be more than happy to help.

Alles begann mit einem Besuch beim Hausarzt im Februar 2012. Ich hatte ein Gewicht um die 101 kg (bei einer Größe von 1,80 m), erhöhte Cholesterinwerte, Bluthochdruck und gelegentliche Herzrhythmusstörungen (Extra-Systolen und kurze Aussetzer, die sich anfühlten, als fehlte immer wieder mal ein Schlag). Da mein Vater 1997 an einer Herzschwäche gestorben war, war ich natürlich besorgt und nahm auch schon eine Weile lang Betablocker und Statine. Bei besagtem Besuch bestätigte der Arzt diese Diagnose. Auf dem Ergometer machte ich keine gute Figur – bei 175 oder 200W war Schluss, aber immerhin normalisierte sich der Herzrhythmus unter Belastung. Das war schon mal ein gutes Zeichen.

Was ich aber definitiv schlecht fand, war schon mit 50 zu wissen, dass ich die nächsten 20, 25 oder 30 Jahre diese Medikamente würde schlucken müssen, wenn ich nicht in meinem Leben irgendwas ändern würde.

Ich hatte schon 1999/2000 und 2009 stark abgenommen, zuerst von etwa 96 kg runter auf 79, und 2009 von knapp 104 auf 86. Leider habe ich es damals nie geschafft, das jeweilige Gewicht zu halten. Der Grund war einfach: no sports, weitergefressen. (No sports stimmt nicht genau: 2000 hat mich ein Bänderanriss beim Hallenfußball aus dem Tritt gebracht, 2009 eine Lungenentzündung, weil ich trotz starken Hustens im Dezember weiter Rad fuhr.) In dem Fall kann man das Abnehmen auch gleich lassen – das schadet dem Körper wahrscheinlich mehr als es nutzt.

Immerhin wusste ich aber, dass ich mit Hilfe des Eiweißpräparats Almased schnell abnehmen könnte. Das funktionierte sogar sehr gut – gerade am Anfang sind 5-6 kg in 2 Wochen locker drin.

(Anmerkung: Ich habe nichts mit Almased zu tun und bekomme auch kein Geld für diesen Bericht oder sowas. Ich bin einfach nur ein zufriedener Anwender. Vergleichbare Ergebnisse erzielt man möglicherweise auch mit anderen Präparaten – dazu kann ich aber nichts sagen.)

Also abnehmen. Es ist denke ich eine Binsenweisheit, dass die geschilderten Symptome von ganz alleine verschwinden, wenn man seinen Körper wieder auf Normalmaß bringt. Wobei „Normalmaß“ etwas durchaus individuelles ist. Ich halte nicht sehr viel von Schubladen wie dem Body Mass Index (BMI), weil Menschen unterschiedlich sind. Andererseits braucht man ja irgendeine Messlatte. Zunächst entschied ich aber, als Zielgewicht um die 86 kg anzupeilen und dann mal zu schauen wie es mir damit ging. Einige Fettpolster waren schon ziemlich alt, also würde es vielleicht nicht so einfach werden, sie loszuwerden, und unnötig quälen muss man sich ja auch nicht – Stichwort Lebensqualität.

Klar war mir aber, wenn ich nicht irgendwas anders machen würde als die vorherigen Male, würde das wieder beim Jojo-Effekt enden. Da ich nicht jünger werden würde und meinen Körper nicht noch soundso oft der Belastung einer Radikaldiät aussetzen sollte, müsste der Schuss dieses Mal sitzen.

Stichwort Radikaldiät. Ich halte überhaupt nicht von so einem Quatsch wie FDH oder „mal auf ein Bier verzichten“. Damit macht man sich nur was vor. Kaum jemand ist in der Lage, über längere Zeit konstant abzunehmen, wenn er nur mal ein bisschen weniger isst und ansonsten ständig die Versuchungen um sich herum hat. Man bescheißt sich damit nur selbst – das ist Kokolores. Ohne konsequent und manchmal hart zu sich selbst zu sein, wird man das Ziel abzunehmen nicht erreichen. Wer an der Stelle denkt, dass er das nicht schafft, kann hier aufhören zu lesen. (Aber mal ehrlich: Ich habe das auch geschafft, also bleibt gefälligst bei der Stange. Es ist gar nicht so schwer.)

Manche Menschen benötigen für einen solchen Akt ja eine gewisse „Dienstaufsicht“ und gehen beispielsweise zu den Weight Watchers. Auch im näheren Bekannten- und Familienkreis gibt es damit Erfahrungen, und die sind durchaus positiv, was das initiale Abnehmen angeht.

Dauerhaften Erfolg wird man aber nur haben, wenn man seine Ernährung/-sgewohnheiten umstellt und für ausreichend Bewegung sorgt. Stating the obvious: Das haben wir doch alles schon mal gehört. Aber man muss es anscheinend immer wieder sagen.

Für mich habe ich entschieden: Weight Watchers brauche ich nicht – ich habe keine Lust, mich wöchentlich in einer Art Selbsthilfegruppe auf die Waage zu stellen, jedes Pfund Abnahme zu feiern und jede Sünde anprangern zu lassen. OK, das ist jetzt etwas tendenziös dargestellt; ich war nie dort und weiß nicht, wie das da zugeht. Aber das war mein Kopfkino, und nein, das wollte ich nicht. Ich habe meine Waage, kann mich jeden Tag draufstellen, und dann sehe ich ja selbst, was Sache ist.

Ein bisschen Dienstaufsicht schadet aber nicht. Deswegen habe ich mich regelmäßig gewogen und die Werte in ein Spreadsheet eingetragen (das ich heute noch führe), um den Erfolg (oder etwaigen Nachholbedarf vor Augen zu sehen.

Fortsetzung folgt!

Bei Fragen einfach eine Nachricht über das Kontaktformular schicken. Anfragen mit Realname und Mailadresse sind leichter zu beantworten 😉

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