Geistige Masturbation am Jungfernstieg?
Zur Feier des Vornikolaustages eine Anmerkung zu einem Thema, das zeigt, wie sehr manche Piraten bereits in der Welt der etablierten Parteien angekommen sind. Zu spüren ist das an der Verlogenheit, mit der der Flashmob gegen das SWIFT-Abkommen in Hamburg erst vom Stammtisch Hamburg beschlossen und dann sofort offiziell rundum abgelehnt wurde. Natürlich wurde die Information (“Warnung: #Swift #Flashmob heute 17Uhr Hamburg … AUF KEINEN FALL HINGEHEN ODER WEITERSAGEN”) etliche Male weitergetweetet, damit auch ja jeder wusste, was zu tun sei. Manche mögen das für ganz pfiffig gehalten haben, immerhin konnte man so die Leute dazu bringen, zum Jungfernstieg zu kommen, ohne gleichzeitig zu einer nicht genehmigten Versammlung aufzurufen. Man wollte sich ja nur zum Glühwein um 18 Uhr treffen. Sorry, aber eine solche Vorgehensweise ist schlicht verlogen und einer Partei, die die “Etablierten” wegen jeder Kleinigkeit an die Wand nagelt und zu den Guten gehören will, nicht würdig. Kinderkram ist sowas.
Vermutlich haben das viele andere Piraten und Nicht-Piraten auch so gesehen – wie man liest, war zu dem Zeitpunkt am Jungfernstieg nix los, und die Bank hatte von der geplanten Aktion auch schon Wind bekommen. Und hey, wie wollte man eigentlich an die Kontoverbindung von Obama kommen? Also bleibt nur eine Einschätzung: Geistige Masturbation derjenigen, die sich den Kinderkram ausgedacht oder ihn per Twitter weiter verbreitet haben.
Nicht dass mich jemand falsch versteht: Für das SWIFT-Abkommen kann man als Pirat nicht sein, aber die Wahl der Mittel war in diesem Fall wirklich hochgradig albern.
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5. Dezember 2009 um 21:48
[...] bislang hat. Vorausgesetzt man will etwas erreichen will – ansonsten ist der Schritt zur geistigen Masturbation und zur Löschung auf Wikipedia wegen fehlender Relevanz nicht [...]